Geocaching – Das blaue Auge des Rofan

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Geocaching führt einen immer wieder an wunderbare Orte auf dieser Welt die man sonst eher nicht besucht oder gefunden hätte. Aber nicht nur die schönen Erlebnisse motivieren mich auf Schatzsuche zu gehen. Geocaching ist spannend, da man nie weiß, ob der Schatz auch gefunden wird, und es ist immer wieder ein schöner Grund die Komfortzone Wohnzimmercouch zu verlassen, um in die Natur zu gehen. In dieser Serie möchte ich euch ein paar der schönsten Erlebnisse vorstellen. Vielleicht bekommt ihr selber Lust auf die moderne GPS Schatzsuche zu gehen.

Das blaue Auge des Rofan – N 47° 27.826 E 011° 48.598

Es geht heute in das Rofangebirge, genauer gesagt zu einem der schönsten Bergseen in Tirol, dem Zireiner See auf 1.800 m Seehöhe. Der Ausgangspunkt ist die Sonnwendjochbahn in Kramsach. Von dort kommt man in zwei Sektionen nach oben zum Sonnwendjochhaus auf 1.783m.

Ein historischer Panoramalift

Wir haben einen wunderbaren Herbsttag erwischt. Goldgelb haben sich bereits die Blätter gefärbt und die Fernsicht ist in der klaren Herbstluft einfach fantastisch. Mit jedem Meter, den wir mit dem Lift nach oben gebracht werden, erweitert sich der Horizont. In südlicher Richtung sieht man in das Zillertal und in Ost-West-Richtung breitet sich das Inntal aus. Es ist ein Einsessellift und es geht daher sehr gemächlich nach oben, man fühlt sich in seine Kindheit zurückversetzt. Die Sonnwendjochbahn dürfte nach meiner Schätzung nach in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts errichtet worden sein. Eine richtige Museumsbahn die nichts mit den Hochleistungsbahnen, die heute die Skitouristen auf die Gipfel befördern, zu tun hat. Ich finde sie auf jeden Fall klasse und hoffe sie bleibt noch lange in Betrieb.

Zireiner See – Tirols Kalendermotiv

Beim Sonnwendjochhaus angekommen wandert man Richtung Rosskogelsattel. Die Wanderung würde ich als mittelschwer beschreiben. Gutes Schuhwerk ist auf jeden Fall Pflicht und sollte in den Bergen sowieso selbstverständlich sein. Etwa eine Stunde sollte man bis zum Zireiner See als Gehzeit veranschlagen. Aber schon wesentlich früher erfährt man, warum der Zireiner See einer der am meist fotografierten Seen in Tirol ist. Bevor man den Gappsteig hinunter wandert, sollte man daher den Fotoapparat bereit halten. Es tut sich ein sensationeller Blick hinunter zum Zireiner See auf. Nicht umsonst findet man diesen Blick in vielen Kalendern wieder.

Schöne Bergseen findest du auch hier

Sagenumwobener See

Wer wissen will, wie die Sage von der Seejungfrau, dem Jäger und dem Drachen ausgeht, sollte sich ein Tiroler Sagenbuch zulegen oder direkt bei der Geocache Wegbeschreibung (GC1QPR4) nachlesen. Es ist jetzt auch der Zeitpunkt gekommen, wo man sein GPS Gerät aktivieren sollte. Nach der Wanderung bergab zum See hat man sich auf jeden Fall eine kleine Pause verdient und sollte die Füße kurz im kalten Nass erfrischen. Zum Geocache möchte ich nicht näher eingehen, aber er ist auf jeden Fall nicht besonders schwer zu finden. Da dieser schöne Ort von vielen anderen auch besucht wird, ist die Muggeldichte eher hoch. Wir hatten auf jeden Fall Glück und die Dose ist rasch gefunden und geloggt.

Weitere Tourinfos findest du unter Reiseführer und Weblinks

Wiener Schnitzel zum Abschluss

Die Wanderung führt uns wieder zurück zum Sonnwendjochhaus, aber wir gehen nicht auf der selben Strecke zurück, sondern auf einer alternativen Route. Den genauen Namen des Steiges kann ich nicht mehr nennen, aber alle Wege in diesem Gebiet sind gut ausgeschildert und man verliert nie die Orientierung. Bevor wir wieder in die Bahn steigen, haben wir uns an diesem schönen Herbsttag auf jeden Fall ein Wiener Schnitzel verdient. Ach so, wer sich kein Sagenbuch kaufen will. Der Drache ist vom Jäger natürlich besiegt worden.

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